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Wohnen und Pflegen in der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH

Wand-Mosaik im Malteserstift St. Suitbert würdigt Bergbauvergangenheit vieler Bewohner

Mit einem neuen Wand-Mosaik möchte das Malteserstift St. Suitbert die Bergbauvergangenheit vieler Bewohner der Pflegeeinrichtung würdigen. Unter Anleitung der Bottroper Künstlerin Renate Schauer haben rund 20 Bewohner das Kunstwerk über mehrere Wochen erstellt. Nun schmückt das 6,8 m² große Mosaik, das einen Förderturm mit Lore und Schacht abbildet, eine Wand auf dem Wohnbereich „Prosper“.

07.11.2018
Sind stolz auf das neue Wand-Mosaik im Malteserstift St. Suitbert (v.l.n.r.): Hausleitung Elke Penkowski, Christine Brockschmidt von der RAG-Stiftung, Edeltraut Mertha, Bewohnerin im Malteserstift St. Suitbert, Künstlerin Renate Schauer, Karl-Heinz Voss, Bewohner der Pflegeeinrichtung, Robert Kaller, Dozent an der Mosaikbauschule Dortmund, und Heinrich Klöpper, ebenfalls Bewohner der Pflegeeinrichtung.

Bottrop. Die Idee für ein Kunstprojekt, bei dem Bewohner mitwirken können und eine bleibende Erinnerung an den Bergbau schaffen, hat Elke Penkowski, Hausleitung im Malteserstift St. Suitbert, zusammen mit der Künstlerin Renate Schauer entwickelt. „Es ist uns ein großes Anliegen, den uns anvertrauten Menschen neben einer medizinisch-pflegerischen Versorgung auf höchstem Niveau auch ein Zuhause zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen. Weil der Bergbau für viele unserer Bewohner ein wichtiger Teil ihrer Lebensgeschichte ist, weckt das Wand-Mosaik bei ihnen oft Erinnerungen an diese Zeit“, erklärt Penkowski.

Bergbauvergangenheit der Bewohner oft Thema in Gesprächen

Auch für Renate Schauer war es eine besondere Erfahrung, zu erleben, wie die Bewohner aus Fliesen, Naturstein und echten Kohlestücken ein Motiv erschaffen haben, mit dem sie sehr persönliche Erinnerungen verbinden. „Die Teilnehmer haben sehr motiviert mitgemacht und dabei viel von ihrer Bergbauvergangenheit erzählt“, berichtet die Künstlerin. Das Projekt ist Schauers Abschlussarbeit im Studiengang der Mosaikbaukunst an der Mosaikbauschule Dortmund.

Förderung des Wand-Mosaiks durch die RAG-Stiftung

Gefördert wurde das Kunstwerk von der RAG-Stiftung, die sich unter anderem für die Wahrung der Industriekultur einsetzt und Projekte unterstützt, die die Errungenschaften des Steinkohlenbergbaus würdigen. „Für Menschen, die einen großen Teil ihres Lebens unter Tage oder im Umfeld des Bergbaus gearbeitet haben, stellt ein solches Kunstwerk eine besondere Wertschätzung ihrer Leistung dar. Projekte von so großer Authentizität unterstützen wir sehr gerne“, so Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung.

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