zurück    drucken

Malteserstift St. Katharina feiert 10. Geburtstag

04.05.2021
Hausleitung Barbara Caron und Bewohnerin Natalie Wolsch zählen im Malteserstift St. Katharina zu den Frauen der ersten Stunde. Seit Eröffnung der Pflegeeinrichtung vor zehn Jahren haben sie hier viel erlebt und blicken gerne auf diese bewegende Zeit zurück.

Das Malteserstift St. Katharina ist nach zehnjährigem Bestehen nicht mehr wegzudenken aus Dormagen-Hackenbroich. Ob beim Karnevalsumzug, dem Schützenfest oder beim Nikolausmarkt der Einrichtung: Die Bewohner und Mitarbeitenden der Pflegeeinrichtung sind immer dabei und nehmen so teil am Leben im Stadtteil. Im Laufe der Zeit hat sich in dem Haus viel getan - das Jubiläum bietet Anlass für einen Rückblick.

Dormagen. Auch wenn die Feier des 10-jährigen Jubiläums im Malteserstift St. Katharina am 4. Mai nun aufgrund der aktuellen Corona-Schutzvorkehrungen anders ausfallen wird als ursprünglich geplant, ist die Freude über den runden Geburtstag bei Bewohnern und Mitarbeitenden groß. „Normalerweise würden wir eine offizielle Feier ausrichten mit externen Gästen wie dem Bürgermeister, unserem Pastor und Kooperationspartnern sowie der Geschäftsführung der Malteser“, sagt Barbara Caron, Hausleitung der Einrichtung. Aufgrund der Umstände werden die Bewohner und Mitarbeitenden das Jubiläum nun auf den einzelnen Wohnbereichen feiern. Zu Mittag sind Reibekuchen geplant, das Lieblingsessen vieler Bewohner. Am Nachmittag wird es für die Bewohner und Mieter im Wohnen mit Service Kaffee und Kuchen geben. Als Highlight steht ein Hofkonzert mit Musiker Philipp Godart auf dem Programm.

Rückblick auf eine bewegende Zeit
In den zehn Jahren seit Eröffnung des Hauses hat sich viel getan: „Es ist immer aufregend, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Menschen in eine neue Einrichtung einziehen, sich in ihrem neuen Zuhause zurechtfinden und das vertraute Alte hinter sich lassen. Die größte Herausforderung bestand damals darin, unsere Junge Pflege aufzubauen“, erinnert sich Caron. Das Konzept ist bis heute einmalig im Rhein-Kreis Neuss. Damals war das Malteserstift St. Katharina auch bei den Maltesern die erste Einrichtung mit dieser Schwerpunktpflege. „Wir mussten die Bedürfnisse, Tagesstrukturen, Krankheitsbilder und Kommunikationsformen der jungen Menschen kennenlernen. Die Mitarbeitenden mussten zudem neue Wege finden, mit den oftmals belastenden Lebensgeschichten umzugehen“, sagt Caron.

Weil die Junge Pflege große Erfolge zeigte, wurde der Wohnbereich drei Jahre nach Eröffnung der Einrichtung von 13 auf 17 Pflegeplätze vergrößert. Auch die Erweiterung um ein Gebäude mit zehn Appartements für das Junge Wohnen im Jahr 2019 zeugt vom hohen Bedarf nach zeitgemäßen Wohn- und Pflegekonzepten für junge pflegebedürftige Menschen. Im Jungen Wohnen leben sie weitestgehend selbstständig und in direkter Nachbarschaft zu anderen Betroffenen in ähnlicher Lebenslage. Die Pflege übernimmt ein ambulanter Dienst, bei der Organisation von Alltag und Sozialleben unterstützen die Mitarbeitenden des Malteserstift St. Katharina. Das neue Gebäude umfasst neben dem Jungen Wohnen auch elf barrierefreie Appartements für Wohnen mit Service, in denen Senioren leben.

Gut integriert ins Stadtteilleben
Dank zahlreicher Kooperationen mit Kindergärten, Schulen und der Gemeinde ist das Malteserstift St. Katharina über die Jahre zu einem festen Bestandteil in Hackenbroich geworden. Das kommt vor allem den Bewohnern der Einrichtung zu Gute: „Ich finde es voll cool, dass wir jedes Jahr am Karnevalsumzug teilnehmen“, freut sich die 47-jährige Natalie Wolsch, die schon seit Eröffnung der Pflegeeinrichtung in der Jungen Pflege wohnt. „Uns ist es wichtig, dass unsere Bewohner gut in das Leben im Ort eingebunden bleiben“, betont Barbara Caron. Die meisten Bewohner stammen aus dem näheren Umfeld und nehmen auch nach ihrem Umzug ins Malteserstift St. Katharina gerne am Pfarrfest und dem Frühshoppen beim Schützenfest teil.

Für eine Zeit nach Corona freut sich Barbara Caron vor allem auf weniger Regeln und Bürokratie. Viel lieber als der Umsetzung neuer Schutzverordnungen möchte sie ihre Zeit wieder ausschließlich dem Wohl ihrer Bewohner und Mitarbeitenden widmen: „Ich bin über jeden Bewohner glücklich, der sich hier gut aufgehoben fühlt.“