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Bereich für demenziell veränderte Bewohner

Bei von Demenz betroffenen Bewohnern ist vor allem eine möglichst hohe Autonomie und damit Lebensqualität für den einzelnen dementen Bewohner wichtig. An der ersten Stelle der pflegerischen Bemühungen stehen deshalb die Maßnahmen und Ziele der stimulierenden, aktivierenden und ganzheitlichen Betreuung. Für diese Arbeit gibt es ein Team besonders qualifizierter Mitarbeiter.

Im Vordergrund der Alltagsstrukturierung steht die Anpassung der Organisation des Wohn-Pflegebereiches. Dabei sind gleichmäßige, immer wiederkehrende Strukturen und Rituale von größter Bedeutung. Veränderungen schaffen Unsicherheiten bei den Bewohnern. Dadurch können negative Erlebnisse zu verstärktem Rückzug, zu Trauer oder zu Aggressionen führen. Von gleicher Bedeutung ist die Reizreduzierung. Diese umfasst die Vermeidung von lautem Türenknallen oder Sprechen. Orientierungshilfen begleiten den Bewohner über den Tag.

Wir bieten die Betreuung demenziell veränderter Menschen an in folgenden Einrichtungen:

Malteser Marienheim, Warendorf
Malteserstift St. Benedikt, Ascheberg-Herbern
Malteserstift St. Bonifatius, Essen-Zentrum
Malteserstift St. Hedwig, Duisburg-Huckingen
Malteserstift St. Katharina, Dormagen-Hackenbroich
Malteserstift St. Nikola, Passau
Malteserstift St. Nikolaus, Duisburg-Ruhrort
Malteserstift St. Marien, Drensteinfurt
Malteserstift St. Stephanus, Meerbusch-Lank
Malteserstift Veronika-Haus, Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen

Psychobiografisches Pflegemodell nach Professor Böhm

Menschen mit Demenz fühlen sich in einer für sie normalen Umgebung und bei Anforderungen, die ihrem Leistungsvermögen entsprechen, deutlich besser. Sie erleben die beglückende Feststellung, dass ihr Bedürfnis nach Bedeutung und Selbstwertgefühl erkannt und wertgeschätzt wird.

Deshalb orientieren wir uns in unseren Einrichtungen bei der Demenzarbeit an dem bereits vielfach bewährten Pflegemodell nach Professor Erwin Böhm. So können wir den veränderten Anforderungen an die Betreuung von Menschen mit demenziellen Erkrankungen mit einer hohen Qualität und Fachlichkeit begegnen. Alle unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter erhalten regelmäßig Fortbildungen zum Thema Demenz, um unsere Bewohner stets bestmöglich betreuen zu können.

Ein Wohnbereich ist für die Schwerpunktpflege von Bewohnern mit einer Demenzerkrankung ausgelegt. Wichtigste Merkmale dieses Wohnbereichs sind:

  • Helle Räume mit warmen, freundlichen Farben für gemeinschaftliches Leben und Essen
  • Geschirr zur Umsetzung einer familiären Essenskultur (zum Beispiel Schüsseln, Platten, gemeinsamer Brotkorb)
  • „Nostalgische“ Einrichtung, deren Stil den Bewohnern vertraut ist
  • Hauswirtschaftliche Einrichtung wie Backofen, Spüle, Herd
  • Normale Tätigkeiten aus gewohnten Bereichen des Alltags wie Haushalt, Garten oder Handwerken
  • Interaktion mit Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Angehörigen

Folgende Einrichtungen sind bereits vom Europäischen Netzwerk für Psychobiographische Pflegeforschung nach Prof. Erwin Böhm zertifiziert: